Meine Biografie ist geprägt von der Auseinandersetzung mit vielen unterschiedlichen Themen wie Gewalt, Rassismus, Queerfeindlichkeit, Konflikte, Trauer, Isolation, Gruppendynamik, Resilienz und Empowerment. Diese Erfahrungen bringe ich in meine Arbeit mit. Ich moderiere, halte und gestaltet Räume. Ich begleite und bin selbst in aktivistischen und wissenschaftlichen Kontexten unterwegs. Ich bin in der Lehre und Forschung zu den Themen Ein- und Ausschlüsse aktiv. Als Musiker*in sind künstlerische und aktivierende Methoden meiner Erfahrung nach sehr wirksam. Daher arbeite ich gern mit Körper, Stimme und Emotionen. Gegenwärtig beschäftige ich mich außerdem intensiv mit Poesie als heilende, widerständige und transformative Ausdrucksform. Seit 2023 bin ich als systemische Berater*in für Einzelne, Paare, Familien und Freund*innen mit eigener Praxis in Neukölln tätig.
Zentral für meine Arbeit ist die Frage, wie Individuen und auch Gruppen mit gegensätzlichen Interessen dialogisch und transformativ gemeinsame Wege finden können. Wie können Machtasymmetrien adressiert werden? Wie kann VerAntwortung verOrtet werden? Welche Informationen werden wie verWertet? Wer darf von Utopien und Visionen träumen und wer bleibt als das ausgeschlossene Subjekt aus dem Diskurs verbannt?
Ich begleite Menschen aus einer machtanalytischen, diskriminierungskritischen und queer-feministischen Perspektive. Gesellschaftliche Dynamiken und asymmetrische Machtkonstellationen beeinflussen uns enorm und spielen eine entscheidende Rolle in unseren Beziehungen. In einer Welt, in der Menschen sich entlieben, entfremden und auseinanderfasern, sind uns die Schmerzen, die mit ungelösten Konflikten einhergehen, nur allzu gut bekannt. Konflikte können eskalieren. Oft greifen wir dann instinktiv zu Taktiken, die andere verletzen oder unter Druck setzen. Ich möchte stattdessen einladen, in kooperative und einfühlsame Kommunikation einzutauchen. Gemeinsam Strategien entwickeln, um Konflikte konstruktiv anzugehen und Beziehungen zu stärken. Inmitten von Chaos und Anspannung kann es ab und zu auch einfach tröstlich sein, die Dinge sein zu lassen und Veränderungen Raum zu geben. Fehlern mit Weichheit und Gelassenheit zu begegnen und mutig und engagiert neue Beziehungsdimensionen zu erkunden.
In der Beratung und Begleitung möchte ich gemeinsam mit euch einen Raum erschaffen, um die Komplexität und Herausforderungen von Liebesbeziehungen, Freund*innenschaften und familiären Bindungen zu erkunden. Besonders in letzteren, ob es zwischen Eltern und Kindern, Geschwistern oder erweiterten Familienmitgliedern, scheitern wir oft am Diktat der innigen Verbundenheit und vermeintlicher Bedingungslosigkeit. Viele queere, co- und heteronormative Elternschaften leiden unter dem System und der ungleichen Verteilung von Lohn-, Care- und Reproduktionsarbeit. Meist hilft schon eine radikal ehrliche und liebevoll zugewandte Kommunikation darüber in einem sicheren und mutigen Rahmen, den ich gemeinsam mit euch gestalte.
Lasst uns gemeinsam Reflexion und Beweglichkeit entwickeln, rund um Fragen wie: Wie können wir neue Wege in Konflikten gehen, wachsen und lernen? Wie können wir Gespräche führen, die uns verbinden? Wie können wir in Kontakt bleiben und wie Bedürfnisse und Grenzen setzen und einhalten?
Fühlt euch herzlich eingeladen, mich für ein erstes Treffen zu kontaktieren.
Durch meine persönlichen Erfahrungen kenne ich das heteronormative Diktat und die gesellschaftlichen sowie rechtlichen starren Strukturen sehr gut. Als genderqueere Mutter* in einer komplexen queeren Co-Elternschaft habe ich Höhen und Tiefen erlebt und weiß aus eigener Erfahrung, dass eine emotionsfokussierte, macht- und queersensible Beratung und Begleitung nicht selbstverständlich sind.
Als erfahrene*r Sozialarbeiter*in, Erzieher*in, Begleiter*in und Berater*in unterstütze ich queere (Co-)Elternschaften und Regenbogenfamilien auf dem Weg zu einem Familienleben, in dem durch ehrliche und transparente Kommunikation unterschiedliche Bedürfnisse und Weltsichten besprechbar werden. Als ausgebildete Doula* begleite ich zudem Einzelpersonen und Familien in diesem Kontext machtkritisch, queerfeministisch und mit einer achtsamen Haltung.
Ich verstehe die Herausforderungen und Freuden, die mit queeren Familienstrukturen verbunden sind, und biete einfühlsame und kompetente Unterstützung, um eure Familie zu stärken und zu empowern. Egal, ob es um Fragen der Elternschaft und Beziehungsdynamiken, Konflikte und Gewalt oder einfach um den Austausch von Erfahrungen und Empowerment geht – ich stehe euch beratend und begleitend zur Seite.
Fühlt euch herzlich eingeladen, mich für ein erstes Treffen zu kontaktieren.
Im Rahmen meiner beruflichen und persönlichen Entwicklung habe ich mich verstärkt dem Thema Antidiskriminierung verschrieben, insbesondere in den Bereichen Soziale Arbeit, Schule, Hochschule und in Kunst und Kultur. Dabei fließt mein situiertes Wissen durch Arbeits- und Lebenserfahrung mit ein, sowie Inhalte des Anti-Bias-Ansatzes, der Menschenrechtsbildung, machtkritische und dekoloniale Perspektiven.
Als Berater*in, kritische*r Bildner*in (kritische politische Bildung), machtkritische*r Prozessbegleiter*in und Supervisor*in und Moderator*in bin ich bestens vertraut mit den Inhalten und Anforderungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) sowie des Landesantidiskriminierungsgesetzes (LADG). Ich setze mich aktiv für die Gewährleistung von Gerechtigkeit und insbesondere Menschen- und Kinderrechte ein.
Mein Portfolio reicht von Trainings und Workshops, machtkritische Praxisreflexion und Supervision, über Team- und Prozessbegleitung bis hin zu Visionsarbeit und Leitbildentwicklung sowie Code of Conducts. Zusätzlich biete ich transformative-justice Räume, Konfliktmoderationen sowie Selfcare- und Empowerment-Räume für intersektional marginalisierte Menschen und Gruppen an.
Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der Täterarbeit innerhalb der Anti-Gewalt-Trainings. Ich begleite Menschen, die bereit sind, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und sich mit den Konsequenzen auseinanderzusetzen. Durch gezielte Methoden zur Reflexion und Accountability unterstütze ich dabei, sozialisations- und gesellschaftsbedingte schädliche Grundannahmen und Verhaltensweisen zu adressieren, alternative Verhalten zu entwickeln und nachhaltige Veränderungen in zwischenmenschlichen Beziehungen zu fördern. Mein Ansatz ist ressourcenorientiert und zielt darauf ab, sowohl individuelle als auch strukturelle Dynamiken zu verstehen und zu verändern.
Lass uns gemeinsam passende Termine, Formate und Räume für eure Anliegen finden.
Seit 2002 bin ich in der Kino-, Film- und Festivalbranche tätig und habe umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen Kinoleitung/-management, Kuration, Programmgestaltung, Filmherstellung und Moderation gesammelt. Meine Expertise umfasst die Arbeit in Programmkinos, auf internationalen Festivals und an internationalen Filmsets, die Kuration queeren Programmen und die Moderation von Diskussionen, die sich kritisch mit den Themen Diskriminierung, Queerness und Machtstrukturen auseinandersetzen.
Mein Anliegen ist es, die Filmbranche zugänglicher für Menschen zu machen, die systematisch und strukturell ausgeschlossen werden. Gerade in Zeiten der massiven Verschlechterung der politischen Lage ist es umso wichtiger, dass die Filmbranche die Verpflichtungen für eine pluralistische, vielfältige und demokratische Struktur einhält. Ich sehe darin eine Chance, eine neue Arbeitskultur in der Filmbranche zu etablieren, indem elementare Themen wie Repräsentation, Mentale Gesundheit, Antidiskriminierung und Gewaltprävention in das Selbstverständnis der Branchenstandards aufgenommen werden.
Die Arbeit in der Entwicklung und später auch in der Produktion von Filmen und Serien stellt sowohl Einzelpersonen als auch ganze Teams vor immensen Herausforderungen. Hoher Kreativdruck, enge Zeitvorgaben, hierarchische Strukturen und oft auch finanzielle Engpässe können sowohl die körperliche als auch die psychische Gesundheit stark belasten. In dieser intensiven und oft stressigen Umgebung sind sowohl der kreative Prozess als auch das persönliche Wohlbefinden entscheidend.
Ich biete Coaching und Supervision für Filmschaffende und Kreative in allen Lebensbereichen an, mit einem besonderen Fokus auf die Themen Empowerment und eine gesunde Work-Life-Balance. Mein Ziel ist es zu helfen, mit den Herausforderungen des Arbeitsumfelds umzugehen, kreative Blockaden zu überwinden und gleichzeitig das persönliche Wohl zu fördern.
In meinen Teamberatungen und Workshops unterstütze ich Produktionen, gesunde, respektvolle Arbeitsbeziehungen aufzubauen, Konflikte frühzeitig zu erkennen und produktiv zu lösen. Dabei ist es mir wichtig, einen Raum zu schaffen, in dem alle Stimmen gehört werden und gegenseitiger Respekt sowie konstruktive Zusammenarbeit gefördert werden.
Durch gezielte Supervision und Reflexion möchte ich helfen, das kreative Potenzial von einzeln Personen und auch Teams zu stärken, Belastungen abzubauen und langfristig eine ausgewogene Arbeitsweise zu entwickeln. Besonders in stressigen Produktionsphasen kann dies ein wichtiger Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg und persönlicher Zufriedenheit sein.
Mein kuratorischer Blick ist stets darauf gerichtet, Filme und Geschichten sichtbar zu machen, die marginalisierte Perspektiven in den Mittelpunkt stellen und komplexe, mehrdimensionale Narrative bieten. Ich suche nach Filmen, die mit formalen Grenzen spielen, hybride Erzählformen erkunden und dabei Identität, Zugehörigkeit und Widerstand erfahrbar machen. Mich faszinieren widerspenstige und subtile Formen, die das Leben von unterdrückten internationalen Communities. Darstellen.
Durch mein situiertes Wissen als genderqueere Person of Color habe ich ein Gespür für Narrative, die sich vom Mainstream abheben und mich tief bewegen und nachhaltig berühren. Besonders experimentelle Formate lassen mein Herz höherschlagen, ebenso Filme, die sich mutig mit ambivalenten Emotionen, mehrdimensionalen Figuren, gesellschaftlichen Tabus und alternativen Erzählweisen auseinandersetzen.
Ich biete außerdem machtkritische und diskriminierungssensible Praxisreflexion im kuratorischen Prozess an.
Referenzen:
2019-2021 Programming Team XPOSED Queer Filmfestival
2023 Special screening: “Under Pressure: Iran & Its Queers” at Oslo Fusion International Film Festival
2023 Special Programm: “Notes from Iran” at Oscar qualifying Kortfilmfestivalen Grimstad
2024 Guest Curator: kortfilm.be Netherland.
2023-2025 Pre-Selection Committee Kortfilmfestivalen Grimstad
Die Arbeitsbedingungen in der Film- und Fernsehproduktion sind geprägt von #metoo, Zeitdruck, Unvereinbarkeit mit Familie, Mobbing, Gewalt, Belästigungen und Diskriminierungserfahrungen. Diese Probleme sind nicht neu, aber sie schlagen nun auch außerhalb des Fachpublikums negative Schlagzeilen. Die Konsequenzen sind für alle spürbar: Wie unterschiedliche Studien zeigen, mangelt es nicht nur an Nachwuchs, sondern auch viele erfahrene Fachkräfte verlassen die Filmbranche.
Als Begleiter*in einer Produktion stehe ich von Anfang an zur Seite und erarbeite gemeinsam Strategien für ein sicheres Arbeitsumfeld. Dazu gehört u.a., dass ich gemeinsam mit dem Team einen Wertekodex für die Zusammenarbeit entwickle und Sensibilisierungsworkshops durchführe. Mit meinen mediatorischen und kommunikativen Fähigkeiten bin ich eine Ansprechperson bei Konflikten und kann dank meiner starken machtkritischen Positionierung eine vertrauensvolle Anlaufstelle für alle marginalisierten Positionen in der Produktion sein.
Als Antidiskriminierungsberater*in und Vertrauensperson am Filmset und in der Filmherstellung ist in erster Linie die Kommunikation, das Vertrauen, die Präsenz und Ansprechbarkeit im Vordergrund. Durch meine Anwesenheit ist einerseits ein Vertrauensaufbau und Sichtbarkeit möglich und andererseits auch eine Erinnerung an den Code of Conduct und die Sensibilisierung bzgl. diskriminierungssensiblen Umgang untereinander.
Meine Position und auch meine Haltung ist unabhängig und immer parteisch mit den Menschen, die sich Ratsuchend an mich wenden. Ich arbeite lösungsorientiert, transformativ und moderativ.
Selbstverständlich behandle ich alle Fälle unter strikter Einhaltung der Schweigepflicht. Diskriminierungsfälle werden gesondert erfasst und anonymisiert dokumentiert, so dass Veränderungen und Konsequenzen für zukünftiges Handeln im Anschluss an die Filmproduktion evaluiert werden kann. Darüber hinaus gebe ich in regelmäßigen Abständen ein Feedback über den Prozess und meine Beobachtungen.
Ich verstehe die Position der Antidiskriminierungsberatung und Vertrauensperson in der Filmherstellung auch als Berater*in, die*der von Produktion, Regie und Showrunner separat zum gesamten Prozess konsultiert werden kann.
CLASHING DIFFERENCES (2022, Regie: Merle Grimme; a little. film production)
HOUSE OF BELLEVUE (2023, Regie: Kai S. Pieck, Toby Chlosta, Gabriel B. Arrahino; Katapult Filmproduktion)
23000 LEBEN (2024, Regie: Markus Goller; Neue Flimmer GmbH/Netflix)
WIE VIER UND DER ENKELTRICK (2024, Regie: Mia Spengler; Wüste Medien)
HOUSE OF YANG (2025, Regie: Mia Spengler, Showrunnerin: Stefanie Ren; Wood Water Films)
ANKE UND FRAU DOBERTIN (2025, Regie Sophie Averkamp; Nordfilm GmbH)
WEIHNACHTEN IN SOMMERBY (2025, Regie Mia Spengler; Wüste Medien GmbH)
DIE KAISERIN III (2025/2026, Regie: Julia Langhof, Florian Cossen; Showrunnerin Katharina Eyssen; Sommerhaus Serien, Netflix)
TATORT „KÖNIG IN GELB“ (AT) (2026, Regie: Alexander Adolph; triple pictures GmbH)
SUPERBUSEN (2026, Regie: Constanze Klaue; Wüste Film GmbH/BetaBerlin GmbH/Row Pictures GmbH)
DOLLY (AT) (2026, Regie: Mia Spengler; BetaBerlin/Netflix)
DIE HELLEN TAGE (AT) (2026, Regie: Maggie Peren; Sommerhaus Filmproduktion)
TATORT „PARANOIA“ (AT) (2026, Regie Thomas Stiller; Letterbox Filmproduktion)
TATORT „NEBEL“ (AT) (2026, Regie: Andreas Prochaska; Sommerhaus Filmproduktion)
TATORT „4 FINGER“ (AT) (2026, Regie: Andreas Prochaska; Sommerhaus Filmproduktion)
WIR VIER UND DER TOTE IM KLOSTER (AT) (Regie: Chiara Grabmayr; BetaBerlin)
Der Schlüssel, um die Branche zukunftsfähig zu machen und Fachkräfte zu halten, ist eine neue Arbeitskultur, die psychische Gesundheit, Wohlbefinden, Vielfalt, Anti-Gewalt und Anti-Diskriminierung berücksichtigt. Aus diesem Grund habe ich mich mit meiner Kollegin Joana Kohrs zusammengetan, um die Ausbildung zum Diversity/Awareness- und Wellbeing-Consultant zu konzipieren.
Diese Position ist ein innovativer und wichtiger Schritt in der Film- und Medienbranche. Sie setzt einen neuen Standard für nachhaltige und menschenzentrierte Arbeitsweisen und verbindet psychische Gesundheit, emotionale Sicherheit und Schutz vor Diskriminierung und Gewalt. Für die Filmbranche hat diese Position sowohl ethische als auch wirtschaftliche Vorteile. Sie sichert nicht nur die künstlerische Qualität der Produktion, sondern schützt auch alle Beteiligten und das Projekt vor möglichen rechtlichen, medialen und Reputationsrisiken.
Wenn ihr unsere Arbeit und Vision unterstützen möchtet, so findet ihr mehr Informationen dazu hier: idefev.org